Diabetes ist nicht bei allen gleich
Bei Diabetes mellitus ist die Regulation des Blutzuckers gestört. Bei Typ 1 fehlt Insulin weitgehend; bei Typ 2 wirkt es nicht ausreichend, und im Verlauf kann auch die Insulinproduktion abnehmen. Welche Behandlung und Kontrollen erforderlich sind, wird individuell festgelegt. Nicht jeder Mensch mit Diabetes benötigt Insulin.
Ein verständlicher Behandlungsplan
Halten Sie den aktuellen Medikamentenplan bereit und klären Sie, wann Messungen notwendig sind und wie auf ungewöhnliche Werte reagiert werden soll. Persönliche Zielwerte und Maßnahmen unterscheiden sich. Schulungen helfen beim Umgang mit Messgeräten, Insulin und Alltagssituationen. Ändern Sie Dosierungen nicht ohne die vereinbarte ärztliche Anleitung.
Wenn Sehen, Beweglichkeit oder Gedächtnis eingeschränkt sind, sollte geprüft werden, ob Messungen und Medikamentengaben noch sicher selbstständig möglich sind. Ärztlich verordnete Behandlungspflege kann unter den jeweiligen Voraussetzungen unterstützen. Art, Umfang und Kostenübernahme müssen individuell geklärt werden.
Mahlzeiten, Bewegung und Füße
Ernährung, Bewegung und Behandlung sollten zusammenpassen. Vermeiden Sie pauschale Diätregeln und stimmen Sie Anpassungen mit dem Behandlungsteam ab. Bei Erkrankungen, Appetitverlust oder ungewöhnlicher körperlicher Belastung kann zusätzliche Abstimmung nötig sein.
Achten Sie auf Verletzungen, Druckstellen oder Veränderungen an den Füßen, besonders bei verminderter Empfindung. Nicht heilende Wunden, Rötungen oder Schwellungen sollten zeitnah ärztlich beurteilt werden. Medizinische Fußpflege kann bei bestimmten Befunden sinnvoll und gegebenenfalls verordnungsfähig sein.
Unterzuckerung erkennen
Unterzuckerungen können beispielsweise Schwitzen, Zittern, Heißhunger oder Verwirrtheit auslösen. Das Risiko hängt unter anderem von der Behandlung ab. Lernen Sie mit dem Behandlungsteam, welche Maßnahmen Ihr persönlicher Notfallplan vorsieht. Angehörige sollten diesen Plan kennen und wissen, wo benötigte Hilfsmittel liegen.
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Bei Bewusstlosigkeit oder einer schweren Bewusstseinsstörung wählen Sie 112. Geben Sie einer bewusstlosen Person nichts zu essen oder zu trinken. Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle. Auch eine schwere Überzuckerung kann gefährlich werden, etwa mit Erbrechen, auffälliger Atmung oder zunehmender Benommenheit. Bei solchen schweren Beschwerden ist sofortige medizinische Hilfe nötig.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Diese allgemeinen Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.




